Sonntag, 22. Oktober 2006
Stock aufnehmen
Im Glück auf!-Blog wurde gerade ein Stock geworfen.

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:
- brauchbares Französisch
- eine wirklich gute Idee, wie unser neues Badezimmer aussehen sollte
- genug Geld, um eine wirklich gute Idee auch umzusetzen
- handwerkliches Geschick
- eine digitale Fotoausrüstung, die nicht so schnell veraltet

5 Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:
- handfeste Schulden (wegen Hauskauf)
- Orientierungsprobleme bei praktisch jeder Autofahrt
- einen alten BMW, der ständig repariert werden muss
- chronische Schmerzen im Fuss nach offenbar völlig falschem Lauftraining
- ausgeprägte Spielsucht bei First-Person-Egoshootern

5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte:
- alle digitalen Olympus-Spiegelreflexkameras nach der E-1
- World of Warcraft auf meinem Rechner
- Verständnis für professionellen Sport, egal was
- genug Geld, um mit dem Arbeiten aufhören zu können
- einen Whirlpool

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Battlefield 2142
Gerade frisch raus... Battlefield 2142. Und natürlich als erstes bei den "Geiz ist Geil"-Verkaufsdronen von Saturn.

Aber egal, als ich die Packung in der Hand hielt, was es mit meiner Zurückhaltung mal wieder vorbei. Es hat schon seinen Grund, warum es Leiden-schaft heisst. Vergessen die Schwüre, dieses Programm nie, nie, nie zu kaufen, weil (a) sicher wieder voller Bugs, (b) eigentlich nur ein überteuertes BF2-Mod und (c) Werbung im Spiel. Als kostenloses Obendrauf übermittelt BF2142 meine IP-Adresse und die Uhrzeiten, an denen ich spiele an irgendwelche obskuren Werbedienste in den USA, um mir geo-lokal passende Werbung ins Spiel einzublenden.

Gut, erst einmal zur Werbung und zum Verlust der Anonymität: die kann ich, wenn denn die Behauptungen der Hersteller stimmen, auch in Kauf nehmen, da nur IP-relevante Daten und Zeiträume übermittelt werden. Keine Analyse meiner Cookies. Angeblich. Ein klein bisschen Unsicherheit bleibt, und natürlich das Gefühl, dass bei 44 Euro Kauf- ähem Lizenzpreis es eigentlich auch ohne Werbung gehen müsste.

Punkt (a) übertrifft mal wieder alle Erwartungen, die BF2-typischen Crashes sind da, ich musste dreimal installieren, bevor das Spiel sich mit dem aktuellen Patch starten ließ - ja genau, das Spiel ist ein paar Tage alt und schon gepatcht! - und schließlich brauchte ich rekordverdächtige 10 Versuche, um meine Maustasten so zu konfigurieren, wie geplant, wei BF2142 die Tastatureinstellung mehrfach nicht abgespeichert hat.

Nun zu Punkt (b): BF2142 ist vielleicht einfach nur ein Mod. Aber ein verdammt gutes, und soviel ich sehen kann, sein Geld auch wert. Die Karten gehören zum Besten, was Battlefield bisher zu bieten hatte, die Klassen sind gut balanciert, und bei den Effekten hat man sich wirklich Mühe gegeben. Grafisch erinnert das ganze an eine Mischung aus Quake 4 und einer Star Trek Next Generation Planetenmission, spielerisch ist es aber echtes Battlefield mit sehr netten neuen Features. Im Leveldesign neu ist der hohe Anteil an Innenräumen (das haben die offensichtlich jetzt so langsam raus) und Action über mehreren Ebenen. Da sich das ganze in einer fiktiven Eiszeit in der nahen Zukunft abspielt, herrscht in vielen Leveln angemessen schlechtes Wetter, was der Atmosphäre sehr gut tut.

Die Waffen sind deutlich präziser als bei BF2 und liegen etwa auf der Höhe von Point Of Existence 2. Laufen wirkt noch realistischer, Präzisionswaffen zeigen typische Effekte und man muss wohl einige Features dazukaufen, um ohne Zittereffekte schießen zu können. Überhaupt: alle Berufe lassen sich im Fortschritt des Spiels immer weiter ausbauen, u.a. gibt es Lauf- und Regenerationsboni, aber auch charkterspezifische Goodies wie Sprengstoff für den Aufklärer. Die Erweiterungspunkte wollen also klug eingesetzt sein, und ich war mal wieder bis 3:30 Uhr nachts am Spielen, bloß um einen mobilen Geschützturm für den Supporter zu kriegen. Der Verkäufer im Saturn hat mir ungefragt eine kleine Karte mit einem Cheat-Code in die Hand gedrückt, mit der man eine Sonderwaffe freischalten kann - naja, da hört der Spass so langsam auf, aber wenigstens kostet der Unsinn nichts. Als Teilnehmer des BF2-Veteranenprogramms bekam ich meine erste Beförderung sofort und kann meinen BF2-Nick weiterführen.

Die Sonderwaffe habe ich übrigens noch nicht gesehen, das hat also schonmal nicht funktioniert, aber egal. Es gibt komplettt neue Orden, und dieses billige System der Motivation funktioniert bei mir mal wieder erschreckend gut. So, ich muss jetzt meinen BF2142 Messerschein machen - wenn man einen messert, bekommt man die Hundemarke des Opfers :)

Meine Wertung bis jetzt: Kaufen, kaufen, kaufen!

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Freitag, 20. Oktober 2006
Fakten, Fakten, Fakten
Ein witziges Internetorakel.

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Pee und Poo Gedächtnistraining
Der Topeintrag diese Woche in der Kategorie "Seltsam" geht an: Pee and Poo Memory.

Die hoffentlich erfolgreiche Idee, Körperausscheidungen zur Vorlage von niedlichen Plüschknudeltierchen zu machen, verdient bereits an sich Respekt. Aber dann auch noch ein thematisch passendes Memory-Spiel für zwischendurch, Kinderbekleidung und temporäre Tatoos: sowas gehört einfach in jede Favoritenliste!

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Donnerstag, 19. Oktober 2006
Steuern vermeiden: Liebesgeschenke im Dinoland
Kent "Dr. Dino" Hovind ist der wohl bekannteste amerikanische Kreationist, der sich nicht lange mit Wischi-Waschi-Theorien wie "Intelligent Design" abgibt. Nein, bei Kent ist es das volle 6-Tage-vor-genau-6000-Jahren-und-basta Programm des Young-Earth-Creationism, das er mit einer Kombination von bizarrem Dinosaurier-Themenpark ("Adam und Eva zusammen mit Dinosauriern im Garten Eden") und evangelikaler Missionierung unters Volk zu bringen versucht.

Eine wirklich bedauernswerte Neigung zu hämischer Schadenfreude stellt sich nun ein, wenn ich lese, dass der gute Mann wegen Steuerhinterziehung in 58 Fällen vor Gericht sitzt. Er war sich angeblich nicht bewusst, dass er für die Gehälter seiner Angestellten Steuern zahlen muss, da er alle gezahlten Gelder mental eher als "Geschenke" oder "Liebesgaben" verstanden hat:

He called his employees “volunteers,” “missionaries” or “ministers,” she said. Wages were referred to as “gifts” or “love offerings.”

Ich nehme an, dass unser Chef nicht so innovativ wäre, mein Gehalt bei der Steuer als regelmäßige Liebesgabe zu deklarieren, aber über den Jobtitel "Missionar" würde ich mich echt freuen.

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Fossilien für Zuhause
Wem Opfersteine aus der Keltenzeit immer noch zu modern für die eigene Wohnung sind sind, kann im Antiquitäten- und Fossilienshop ein paar wirklich alte Stücke erstehen, mit denen man beim Nachbarn oder nächstgelegenen Naturkundemuseum echt Eindruck schindet. Etwas Erotik geht auch, nackte Göttinnen aus der Bronzezeit (399 Euro) machen sich vielleicht im Badezimmer ganz gut. Für 15 Euro gibt es auch die Unterschrift von Gloria von Thurn und Taxis, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Dame im Laden als Antiquität oder als Fossil kategorisiert ist.

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Fisch mit Ohren
Wieder einmal taucht eines dieser Übergangsfossilien auf, von denen Kreationisten so gerne sagen, dass es sie gar nicht gibt:
Der Ur-Fisch der Gattung Gogonasus habe in vielerlei Hinsicht für Fische typische Eigenschaften, aber gleichzeitig seien Ohren und Gliedmaßen erstaunlicherweise bereits ähnlich wie bei einem Vierfüßer angelegt.

Ein Fisch mit Ohren wie ein Vierfüßer... wenn es den großen intelligenten Schöpfer tatsächlich doch gibt, dann praktiziert er eine wirklich feine Form von Humor. Kann es am Ende vielleicht sein, dass ER Kreationisten nicht ausstehen kann?

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