Donnerstag, 29. März 2007
Weniger Schweinkram in Südkorea
Südkoreaner kennt man als begeisterte Computerspieler, die reihenweise vor WoW-Erschöpfung tot vom Schreibtischstuhl fallen. Weniger bekannt ist, dass die Jungs trotzdem die Zeit finden, hin und wieder Porno-Seiten zu lunzen. Die Südkoreanische Regierung hat das Problem erkannt und greift jetzt hart durch:
Ab Mai wird zudem der Zugriff auf 180 pornographische Websites aus dem Ausland gesperrt. Das Ministerium erhofft sich davon großen Erfolg, weil der Großteil der pornographischen Bilder und Videos aus dem Ausland käme und dann in Südkorea weiter verbreitet würde.

Ganze 180 Websites! Woa, die müssten dann weit über 0.00001% aller Seiten mit hohem Rosaanteil umfassen.

Erfreulich zu sehen, dass nicht nur wir Deutsche uns technisch grenzdebile Behörden leisten, die sich von offensichtlich völlig wirklungslosen Maßnahmen messbare Erfolge erhoffen.

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Mittwoch, 28. März 2007
Kein Schweinkram an der Kasse in Minneapolis
Im Einzelhandel von Minneapolis läuft gerade ein Großexperiment in der Anwendung religiöser Sitten. Einwanderer aus Somalia kombinieren hierbei ihre persönlichen Vorstellung von religiös akzeptablem Fleischgenuss mit einer gewissen Reduktion von Dienstleistung für den Kunden:
The anger was directed at Somalian immigrants who have roiled this city by declaring certain jobs offensive to their Muslim faith. Many Somalian cabdrivers — who dominate the airport taxi business — refuse to transport passengers carrying alcohol. Some Somalian cashiers will not handle pork products; instead, they’ve begun asking customers to scan their own bacon.

Kassen, an denen der Kunde die Arbeit machen muss, habe ich auch schon bei mir um die Ecke gesehen. Mit teutonischer Skrupellosig- und Gründlichkeit lässt das verantwortliche Handelsunternehmen allerdings alle Waren vom Kunden selbst scannen, nicht nur die, welche religiöse Gefühle verletzen könnten.

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Evolution und Erdnussbutter
Respectful Insolence zeigt ein unfreiwillig humorvolles Video, in dem ein braver Brotaufstrich zum unschlagbaren Gegenargument zur Evolutionstheorie wird: hier auf den Unsinn klicken.

Bei Nutella klappt das übrigens nicht: wenn man ein Glas davon offen auf dem Küchentisch stehen lässt, findet sich ziemlich schnell spontanes Leben drin. Meist handelt es sich um die gierige Hand meines kleinen Mitbewohners, der den Tagesbedarf an wichtigen Nahrungsgruppen (Zucker und Kakao) zu decken versucht.

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Mittwoch, 28. März 2007
Zimmerflak


Ein Katapult ist eine Belagerungsmaschine, die in ähnlicher Form, wenn auch nicht ganz so primitiv, seit dem Altertum zum Entfernen von Festungsmauern und dem Beilegen ernsthafter Nachbarschaftsstreitigkeiten Verwendung findet. Als echte Renaissancemenschen beherrschen wir Zabongs natürlich den Bau solcher Geräte, z.B. um dem Sohnemann mit pädagogisch sinnvollem Holzspielzeug zu belustigen. Grundlage der Konstruktion war ein alter Kleiderständer der Gattin, sowie jede Menge übriggebliebene Restteile von Ikea-Möbeln. Die alten Schweden legen z.B. jedem Küchenschrank einen Sicherungswinkel aus Metall bei, der seine Existenz vermutlich mehr den amerikanischen Produkthaftungsgesetzen verdankt als seiner angeblichen Aufgabe, Küchenmöbel am Umkippen zu hindern. Wer schon einmal ein Modul aus der Verde-Serie heben durfte, der weiss, dass so ein Metallwinkel nicht unbedingt nötig ist. Die Winkel sind aber praktisch, um die Anfangs etwas wackelige Konstruktion an der Bodenplattte (MDF, 3 cm) zu sichern.

Das Gelenk der Belagerungsmaschine (Arbeitsname "Katakult 1") bildet ein Kisten-Scharnier, der Antrieb ist ein Gummiseil aus dem Hornbach-Baumarkt. Gemäss dem Hornbach-Motto "Legenden sterben nicht im Bett" habe ich es zuerst mit einem doppelt gelegten 0.8mm-Seil probiert, ein deutliche hörbares Knarren an den Möbelwinkeln führte zu einem Downgrading auf 0.5mm.

Das gefährliche Aussehen täuscht über die eher moderaten Schussleistungen hinweg. Zur Zeit wäre das ganze noch problemlos als Mohrenkopf-Werfer am Kindergeburtstag verwendbar, auch wenn man zum Spannen richtig Kraft aufwenden muss. Erste Planungen, ein durch übrigegebliebene Baumaterialen angetriebenes Trebuchet
zu realisieren, laufen aber bereits.

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