Freitag, 5. Oktober 2007
Mehr Geld durch Haarekämmen
Viele Informatiker leben in der eigenen Modeproblemzone. Neben der weiten Verbreitung von weissen Socken zu schwarzen Jeans, von haarigen Beinen in kurzen Hosen im Sommer und siebenfarbigen Outdoor-Jacken im Winter (über dem Anzug!), meint dies vor allem die Waschbärbäuche, Krumrücken und Flachhintern, wie man so sie eben nur von ganztägigen Jobs vor dem geliebten Rechner bekommt.
Die ganze Energie geht in die Tasten, da bleibt nicht viel Zeit für Stilberatung. Mir hat man z.B. erst mit 24 vorsichtig erklärt, dass man nur dann ironiefrei einen Schnurrbart tragen sollte, wenn man Thomas Magnum heisst und sich entspannt im Ferrari durch Hawaii bewegt.

Auch im edlen Dreiteiler sieht ein mit Cola, Schokoriegeln und zuwenig Sonne hochgezüchteter Körper morgens übrigens nicht wirklich besser aus, wenn man die Nacht mit Civilisation 4 oder dem Programmieren eines Webshops zugebracht hat. Viele von uns geben daher vorzeitig auf und beschränken sich auf essentielle Farbnuancen (schwarz, grau, und grau) und dem notwendigen Minimum an Bekleidung und anderen optischen Korrekturmaßnahmen.

Der derart herablassende Blick auf Weltliches, den außer uns Programmierern höchstens noch Bettelmönche und Stadtstreicher mitbringen, hat allerdings schwerwiegende ökonomische Folgen.
Wie eine Studie belegt steigt mit erhöhtem Aufwand in die eigene Pflege das Gehalt. Offenbar existiert eine Korrelation zwischen intensivem Schuhputzen und Haarekämmen zum zu versteuernden Einkommen.

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